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Segeltörn im Sommer 1998

One-Way-Törn entlang der türkischen Westküste
von Bodrum nach Cesme.

 

Mein erster Segeltörn als Skipper!

 

 

 

Segelrevier:

Ägäis ( Türkei)

Termin:

22.08. bis 29.08.1998

Yacht:

Bavaria 37 Exclusive

Strecke:

145 Seemeilen

Yachtname:

Revolution

Skipper:

Reiner C.

Törn:

Bodrum -
Aspat Koyu -
Gündogan -
St. Paul / St. Nikolo -
Kusadasi -
Alacati -
Cesme

Crew:

Anne B.
Andrea K.
Otmar R.
Matthias C.
Simon C.

Törnbeschreibung

 

Tag 0:

Anreise - Samstag / Sonntag

 

 

Die Anreise erfolgte in der Nacht vom Samstag auf Sonntag mit dem Flieger von Nürnberg nach Izmir (Türkei) und dann mit dem Bus nach Bodrum.

 

 

Tag 1:

Sonntag: Bodrum --> Aspat Koyu (ca. 8 sm)

 

 

Nach einer sehr langen und aufwendigen Anreise kamen wir am frühen Nachmittag in "BODRUM" an.

Zuerst mussten die notwendigen Formalitäten erledigt werden.
Nach ein paar Einkäufe und einem kurzen Spaziergang incl. Mittagessen in Bodrum liefen wir am späten Nachmittag aus.

Wir setzten auch gleich Segel, damit auch die unerfahrenen Crewmitglieder gleich den richtigen Eindruck bekamen. Selbstverständlich wollte ich auch wissen, was meine Crew verträgt.

Der erste Abend: Ankerplatz ASPAT KOYU (Gökova Körfezi)

Bei untergehender Sonnen segelten wir unseren ersten Ankerplatz "ASPAT KOYU" an.
Wir ankerten vor einem hübschen, kleinen Feriendorf.

Der Himmel mit der bereits untergegangenen Sonne, die dunkle Zeichnung der Landschaft und das herrlich, beleuchtete Feriendorf bot uns einen wunderschönen Anblick.

Das erste gemeinsame Abendessen und ein ausgiebiges Bad im herrlich warmen Meer bei wundervoller romantischer Abendstimmung schlossen den anstrengenden Tag ab.

 

Für mich war das der schönste und beeindruckendste Abend des gesamten Törns.

 

 

Tag 2:

Montag: Aspat Koyu --> Gündogan (ca. 23 sm)

 

 

Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück, ein schönes Bad im Meer und dann mussten wir uns von diesem bezauberndem Ort verabschieden.

Der Kurs ging westlich um die Halbinsel von Bodrum herum und dann Richtung Norden.
Unser nächster Ankerplatz war an der nördlichen Seite von Bodrum im Hafen von "GÜNDOGAN."

Bevor wir unseren Ankerplatz ansteuerten, konnten wir noch ein paar Schläge segeln. Unter vollem Segel liefen wir in den Hafen von Gündogan ein.

Der zweite Abend: GÜNDOGAN (Güllük Körfezi)

Die Kinder waren ganz heiß darauf das Schlauchboot zu Wasser zu lassen. Also machten wir das Rettungsboot klar mit Paddel und Außenborder. Immerhin musste man die Ausrüstung ja mal testen und außerdem war es unser Taxi für den abendlichen Landgang. Die Mannschaft entschied sich für die Zivilisation, was auf deutsch Essen im Lokal bedeutete.

 

 

Tag 3:

Dienstag: Gündogan --> St. Paul / St. Nikolo (ca. 35 sm)

 

 

Nachdem die Crew meist sehr lange schlief, und die Tagesetappen relativ groß waren, war es notwendig die ganze Streck in einem Stück durchzufahren. Also hatten wir keine Zeit die bestimmt sehr schöne tiefe östliche Einbuchtung zu erkunden.

Der Kurs ging also sofort in nördlicher Richtung vorbei an Akköy Liman nach St. Paul und St. Nicolo.

Der dritte Abend: St. PAUL und St. NIKOLO

Zuerst fuhren wir die Bucht von "St. Nicolo" an.
Eine traumhafte Bucht in einer sehr schönen Landschaft gelegen. Die Beschreibung bezüglich Ankern war günstig, doch die Einfahrt und der Platz zum Manövrieren war nicht sehr groß. Leider fanden wir trotz mehrmaliger Ankermanöver, keinen ausreichenden Halt.

Also versuchten wir unser Glück in der nahegelegenen Ankerbucht "St. Paul".
Auch das war kein optimaler Platz aber die einzige Alternativ in der Region.
Fallwinde, steile Felsen, einige kleinere Inseln und gefährliche Untiefen waren nicht sehr beruhigend.

Ich hielt es für angebracht, eine Nachtwache einzuteilen.

Auch eine Nachtwache kann seine schönen Seiten haben. Es war eine sternenklare Nacht, kein Mond am Himmel und man konnte unwahrscheinlich viel Sterne in der absoluten Dunkelheit sehen. Mit Begeisterung blickte ich nach oben und bewunderte was man da alles entdecken konnte und freute mich über jede Sternschnuppen.

Es war unwahrscheinlich schön und interessant.

 

 

Tag 4:

Mittwoch: St. Paul / St. Nikolo --> Kusadasi (ca. 20 sm)

 

 

Am Morgen fuhren wir, nach einem kurzen Frühstück, durch die "STRASSE von SAMOS" und nahmen Kurs auf den Hafen von "KUSDASI".
Es war nur ein kurzer Trip und wir hatten dadurch viel Zeit zur freien Verfügung.

Der vierte Abend: KUSADASI Marina (Kusadasi Körfezi)

Ursprünglich war angedacht mit Motorrollern nach "EPHESOS" zu fahren, um die Sehenswürdigkeiten dieser türkischen Region zu besichtigen. Doch es war sehr heiß und die Mehrheit entschloss sich keine "ALTEN STEINE" anzuschauen.

Die Damen standen mehr auf einen Einkaufsbummel und ich kümmerte mich zuerst um die Formalitäten und die Wasservorräte. Eine kühle Dusche und ein paar Minuten Schlaf taten mir, bei der großen Hitze und der letzten doch sehr kurzen Nacht, sehr gut.

Der Abend war dann eine Freude für Gaumen und Sinne. Wir fanden ein sehr schönes Speiselokal im alten Teil von Kusadasi mit Blick auf den Hafen und das Meer.

Der Ober machte uns einen Menüvorschlag für 6 Personen.
Als Vorspeise eine große Schale Scampis, dann verschiedene Arten Fisch entsprechend zubereitet, gemischten Salat und Kartoffeln und das zum Schnäppchen-Preis von 200 DM.
Nur die Getränke gingen noch extra.

Wir schlemmten sprichwörtlich wie Gott in Frankreich (Kusadasi). Ich bin mir sicher, irgendwann werde ich dort noch einmal Essen gehen.

 

 

Tag 5:

Donnerstag: Kusadasi --> Alacati (ca. 48 sm)

 

 

Am nächsten Morgen hatten wir einen relativ langen Stepp geplant und liefen deshalb bei Zeiten aus. Das Frühstück gab es unterwegs auf See. Wir wollten so nah wie möglich zu unserem Zielhafen kommen.

Es war ein herrlicher Tag mit genug Wind zum Segeln, den wir ausgiebig genießen konnten.

Die breite Einbuchtung mit einigen Seichtwasserstellen zieht sich weit hinein bis man nach Alacati kommt. Alacati ist eine bekannte Surfregion mit ordentlichem Wind und man hat beim Reinfahren meist eine steile Briese entgegen.

Unter Segel kreuzten wir weit in die Einbuchtung hinein. Je weiter man reinkam desto stärker wurde der Wind. Der Wind wurde so stark, dass wir die Segelfläche verkleinern mussten und so entschlossen wir uns die Segel gleich zu bergen. Aufmerksam steuerten wir unsere Yacht durch das Seichtwassergebiet zwischen den vielen Surfern hindurch.

Bei tiefstehender Sonne fuhren wir den Hafen von Alacati an.

Der fünfte Abend: ALACATI Marina

Alacati ist ein kleiner Fischerhafen mit geringer Wassertiefe. Es gab nur eine sehr schmale Einfahrt, welche tiefer als 2 Meter war. Es war nicht viel Platz zum Manövrieren aber das Ankermanöver rückwärts gegen den Wind zur Kaimauer klappte ausgezeichnet.

Der eigentliche Ort ist ein Stück im Landesinneren. Im Hafen gab es nur ein sehr einfaches Lokale, indem wir aber wieder ausgezeichneten fangfrischen Fisch bekommen konnten.

Der Tag war sehr lang und anstrengend und somit ging der Abend diesmal sehr bald zu Ende.

 

 

Tag 6:

Freitag: Alacati --> Cesme (ca. 15 sm) und Heimreise

 

 

Für den letzten Tag hatten wir nur noch ein kleines Stück bis zu unserem Zielhafen in "CESME".
Wir konnten uns also Zeit nehmen den Tag zu genießen. Unterwegs fanden wir noch einen schönen Badestrand. Also Anker ab und noch einmal ausgiebig Baden, Sonnen und Relaxen. Wir genossen den letzten Tag mit sehr viel Ruhe.

Rechtzeitig brachten wir unsere Yacht sicher nach "Cesme".

Der letzte Abend: CESME unser Zielhafen

Mit Übergabe, Auftanken, Packen, noch ein paar Souvenirs kaufen und einem gemeinsamen Abendessen beendeten wir unseren Segeltörn. Schon um 22 Uhr kam unser Transfer zum Flughafen.

Der Abend verging leider viel zu schnell und wir mussten in großer Eile von einem sehr schönen Urlaub Abschied nehmen.

 



Glücklich und zufrieden genießen wir den Abend im Yachthafen von CESME.

 

 

 

Bemerkung / Zusamenfassung

 

 

Super Crew, volle Harmonie, super Wetter, warmes Wasser zum Baden, ausgezeichnetes Essen. Alles in allem ein sehr schöner Törn!

Leider mussten wir sehr rasch Abschied nehmen. Ein, für mich, zu schneller und trauriger Abschied vom Traum-Segel-Urlaub in der Türkei.
Ein ganzes Jahr plane und träume ich vom schönsten Event des Jahres den Segelurlaub und kaum beginnt das Vergnügen ist alles wieder so schnell vorbei.

Für mich war es der erste Segeltörn bei dem ich als Skipper auf meiner eigenen Yacht die volle Verantwortung trug.
Obwohl die meisten der Crew ohne Segelerfahrung waren konnten wir alle Aufgaben super meistern.

 

Keine Probleme, keine Schwierigkeiten und auch keine Pannen.

Ich war stolz auf meine "CREW" und mein "ERSTES MAL" als Skipper!

 

 

 

 

 



Aspat Koyu
unser erster Ankerplatz

 

 

 

 



Aspat Koyo

 

 

 

 



Gündogan
unser zweiter Ankerplatz

 

 

 

 



unterwegs

 

 

 

 

 



etwas Spass muss sein

 

 

 

 

 



unterwegs

 

 

 

 

 



Zielhafen Cesme

 

 

 

RCSt.: 26.12.2014